Hochschullehre II „Gruppen souverän leiten“
Jeder, der regelmäßig mit Gruppen arbeitet, kennt diese oder ähnliche Fragen: Wird alles so klappen wie geplant? Werde ich es schaffen, sie für mein Thema zu gewinnen? Wird es einen geben, der mir das Leben schwer macht? Was tun, wenn mir die Gruppe aus dem Ruder läuft?
Besonders Absolvent/-innen, die ihren ersten Lehrauftrag vorbereiten, stehen vor diesen Unwägbarkeiten. Aber auch für erfahrene Hochschullehrer/-innen gehören diese Unwägbarkeiten zu den normalen „Berufsrisiken“ und wünschen sich mitunter Unterstützung für den Umgang mit ihren Studierenden.
Denn die Aufgabe ist denkbar komplex: Studierenden soll in kurzer Zeit eine Fülle von Stoff praxisnah vermittelt, Diskussionen moderiert, Feedback gegeben sowie Regeln etabliert und durchgesetzt werden. Neben der fachlichen Kompetenz liegt der Schlüssel zum Erfolg vor allem in einem authentischen und charismatischen Auftreten. Denn so können Sie als Dozent/-in in kurzer Zeit einen guten Kontakt zu ihren Gruppen aufzubauen und sich als ernstzunehmende Leiter vor den Studierenden präsentieren. In unserer Fortbildung stehen daher die Kompetenzen im Vordergrund, die den Hochschuldozenten als zentralen Akteur stärken.
Die Schulung „Gruppen souverän leiten“ wird Ihre Beobachtungsgabe deutlich verbessern. Sie lernen, Muster und Dynamiken in Gruppen frühzeitig zu erkennen und gewinnen Zeit und Sicherheit für ein vorausschauendes Vorgehen. Wir haben Erkenntnisse aus der angewandten Unterrichtsforschung, der Gewaltfreien Kommunikation und Grundlagen des Schauspiels zu einem Werkzeugkasten kombiniert, aus dem Sie sich für Sie geeignete Instrumente für die Gruppenleitung herausgreifen können. So gelingt es Ihnen leichter, auch ohne viele Worte effektiv mit Unruhe, Provokationen oder Desinteresse umzugehen.
Zielgruppe
Das Angebot richtet sich sowohl an Nachwuchswissenschaftler/-innen ohne Lehrerfahrung als auch an erfahrene Dozent/-innen, die ihre Lehrqualität sichern oder neue Impulse erhalten möchten.
Die Inhalte des Seminars im Einzelnen
- Wirkungsmuster verbaler und nonverbaler Kommunikation
- Gruppen- und rollendynamische Konzepte
- Möglichkeiten der gezielten Gestaltung von Gruppendynamiken
- Gruppenleitungs- und Teilnehmertypen
- Umgang mit schwierigen Teilnehmern
- Wertschätzendes Feedback geben und bekommen
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